.. wahrlich , als solches könnte man den gestrigen Abend nicht benennen. War der Bodensee doch sehr sehr ruhig und angenehm lau die Sommernacht mitten im Jahr . Doch von Anfang an…

Der Samstag begann recht früh mit den letzten Vorbereitungen für die kleine Performance am Pier 9. Ich hatte schon viel vom TortureShip gehört und mitbekommen, das jedesmal ein riesiger Gaffer-Auflauf, Schaulustige die den sonderlichen gewandeten Menschen in mehrheitlich schwarzem oder dunkelbuntem Latex, mattglänzendem Leder oder manchmal auch einfach nur halb nackt, an den Pollern bei Pier 9 ihre Aufwartung machten.

Wir warteten ebenfalls schon voller Vorfreude und mit wachsender Nervosität auf das Schiff. Mehr und mehr Freunde und Bekannte aus der Schweizer Scene kamen zu uns dazu , wir übten un in SM-all-Talk und tauschten die neuesten Neuigkeiten der Scene aus. Ja so kam Tratsch und Klatsch  zusammen und die nächsten Termine wo man sich sicher erneut sehen und begegnen würde, wurden bereits verplant und ausgearbeitet.

Dann aber nahet der Zeitpunkt, es wurde zehn vor Neun.. Das Schiff schaukelte beträchtlich nach links als es einlief . Schreiende, johlende, sich herzlich zurufende und voller Tatendrang sich auf denSteg stürzende Menschen begrüssten sich . Ein solches Schauspiel hatte ich noch nie erlebt.

Dann wurde rasch ein kleiner Tisch am Pier bereitgestellt und heisse Musik ballerte uns um die Ohren als Zlata ihre Torsions-Show darbot.

Unglaublich , eine solche Künstlerin in ihrer Bewegungsfreiheit direkt zu erleben und zu sehen wie doppelte 90grad Winkel in der Wirbelsäule möglich sind. Als wären ihre Gelenke  und Knochen wie Gummi, die nach belieben gebogen und verdreht werden können , klappte sie sich zusammen und hielt diese Positionen Sekunden lang ohne auch nur mit den Wimpern nervös zu zucken .. viel eher flirtete Sie mit den jubelnden und begeisterten Zuschauern

nach circa 10 bis 15 Minuten wurde der Pier nochmals in seiner abgegrenzten Zone erweitert und wir kamen dran.

Die heisse Swingmusik mochte auch hier den Menschen Erinnerungen vergangener Zeiten hochzurufen und die ältere Generation der am Pier stehenden Zuschauer schunkelten durchaus mit.

Als *kleine Sünde* dann erneut in einem Yoko-Zuri sich in den warmen Sommerwinden wie ein Segel drehte und ein ästethisches Gesamtbild darbot, als das Eis gebrochen und wir uns durch die Musik tragen lassen konnten beim Abbau der Bondage, da freuten wir uns beide , nachher noch auf dem Schiff selbst einige kleinere Darbietungen OHNE Deckenhaken zu knüpfen.

In der Schifflounge bei ruhigerer Musik und nach einem scharfen Chilli waren wir beide mit dem Seil spielerisch an uns geraten. und die Zuschauer mochten sich dem Spiel gerne zuwenden.

Während andere auf dem Oberdeck bei einer entspannenden Zigarette  , danach oder davor ;) , sich dem prall-runden Himmelskörper – manche nenen ihn MOND -  der erfrischenden Wirkung vorbeiströmender Seeluft wähnten , hing ich meinen Gedanken bei einer in meiner Fantasie vorhandenen Tatamilandschaft nach. Wie gerne wäre ich nun *Bruce allmighty* gewesen um den Mond noch etwas näher heranzu zoomen unddie Seile bei chilligem Ambiente draussen , ganz frei und ungezwungen wirken  zu lassen.

Aber das wird sich wohl an anderer Stelle verwirklichen lassen ;) wir werden es sehen …

Leider sind noch keine Bilder eingetroffen von den vielen Fotografen die geknipst haben ohne Ende. Vielleicht werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch das eine oder andere Bild hier einfügen können.

Jedenfalls der Schlaf holte mich mit mächtigem Arm in seine Gefilde und ich träumte an den Orten weiter.. wo meine Gedanken durch die aufmerksame Zuwendung meines Bunnys bem überbringen der Schorle unterbrochen wurden ..

Stay tuned..  HIER sind die Bilder :)

Mino

DRAGONROPE©

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