Ich freu mich ganz besonders, euch hier mitteilen zu dürfen, dass ich in den Schlagzeilen 98 mit einem Interview dabei sein darf.

Besonderen Spass hat es gebracht, die Scene Schweiz und dabei auch mein Wirken hierin aus der Sicht eines Scenegängers zu beleuchten.  Mit Matthias Grimme habe ich meine ersten Erfahrungen in Sachen Bondage gemacht .. die ersten Kurse und Lektionen erhalten, Stunden um Stunden mit seinem Buch verbracht .. und mit grosser Nervosität damals sein Ankommen in Basel erwartet , als wir einen schönen und lustigen Workshop im Nordwesten der Schweiz  erlebt haben.

Schade nur , das jenes *Zertifikat* durch die Sonne schon so stark ausgebleicht wurde, das man kaum mehr erkennt, wann es war..

Doch die Erinnerungen bleiben und ich denke gerne an solche Momente zurück ;)

Einen Ausschnitt aus dem Interview
Schlagzeilen: Hallo Dragonrope. Du bist seit einigen Jahren in der Schweizer Szene aktiv.
Warst du schon immer von Bondage fasziniert?

Dragonrope: Nein. In meiner Jugend spielten Seile eine eher untergeordnete Rolle, und SM war mir damals als solches nicht bekannt. Ich wusste jedoch, dass mir das Dunkle und Böse mit einer Anziehung begegneten, für die ich keinen Namen hatte. Während eines Besuchs in Hamburg 1994 hatte ich ein für mich alles eröffnendes Erlebnis.
SM bekam einen Namen, eine Begrifflichkeit und somit Gestalt. Seile an sich waren noch immer eher zweitrangig.

SZ: Eine klassische Begegnung mit SM ?

DR: *lacht* Wenn man so will: ja.
Einige Zeit später und durch Matthias Grimmes Buch angeregt, folgte ich dem Weg der Seile Schritt für Schritt. In der Schweiz gab es kaum etwas Vergleichbares. Keine Größen, die einem das Spiel mit den Seilen hätten beibringen können. So übte ich die Knoten und Fesseltechniken erst mal zu Hause.
Später lernte ich einen Menschen kennen, der sich schon tiefer in der Thematik auskannte und auch ganz andere Seile nutzte.
Das Erlebnis HANFSEIL zündete dann den Nachbrenner. Die Leidenschaft für diese Spielart des SM war entflammt.

SZ: Du bist schon seit einiger Zeit aktiv. Welche Ansprüche hast du an dich und deine Werke?

DR: Um die Begriffe Shibari und Kinbaku erklären zu können, würde dieses Interview wohl nicht ausreichen, doch ich glaube, dass es mehr ist als bloßes Fesseln und das Fühlen einer gewissen Gefangenschaft.
Das Spiel in und mit den Seilen, das An-die-Grenzen-Gehen, Neues auszuprobieren und gleichwohl Sinnlichkeit, Nähe und Emotionen zu erleben, erlebbar zu machen, zeigen und verdeutlichen können, macht mir persönlich sehr viel Spaß.
Sei es auf der Bühne als Performer oder im privaten Bereich, wo sich eine noch intensivere Welt öffnet. Eine Welt, in der keine Show, kein Ablauf geplant ist, gezeigt oder erlebt wird – das pure Leben, pure Intensität, pure Leidenschaft.

SZ: Als Aktiver hast du auch eine gewisse Verantwortung, wenn du Workshops gestaltest … deine Erfahrungen in der Schweiz?

DR: Diese Verantwortung nehme ich sehr ernst. Es ist mir sehr wichtig, dass die Menschen, die Bondage erlernen möchten, ein Wissen erhalten, mit welchem sie genau so wie ich damals sicher umzugehen wissen, sich darauf verlassen können und ein umfassendes Know-how erhalten.
Die Seilschaften bieten hier in Zürich eine gute und intensive Möglichkeit, Menschen gleicher Gesinnung nicht nur kennenzulernen, vielmehr auch gemeinsame Aktivitäten zu gestalten und weiterzukommen.

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