Jessas.. so matschig bin ich noch nie  nach einem Training oder Workshoptag aufgestanden.

Ich brauch erst mal zwei drei Tassen Kaffee und etwas kühle Luft. Ein wenig Yoga im noch feuchten Morgentau benetzten Gras im Hintergarten dieses freundlich und sehr wohnlich eingerichteten Hausteils einer Vorortsiedlung in Hellerup. Der gestrige Tag hinterliess Spuren. Nicht nur beim Bunny, auch bei mir als Rigger. Noch verarbeite ich diesen doch immensen Input an feingliedrigen und sensiblen Daten, die für manchen beinahe enttäuschend klingen mögen, so denn er sie nur schwerfällig annehmen und umsetzen kann. Begreift man die *Mechanik* des Tuns was wir gestern in spannenden Worten und Gesten von Sensei_San erlernen durften,so eröffnet sich einem der Sinn dessen und erschliesst sich das grosse Geheimnis und Vermächtnis Yukimura-Senseis

Jene die jedoch auf ganz neue und grosse Veränderungen in ihrem Fesselstil hoffen, werden vielleicht enttäuscht. Denn die kleinen , ansich beinahe unbedeutenden Gesten und Berührungen, das setzen eines Knies, das ziehen am Ende eines Stück Seils , das Nuscheln und Tuscheln, flüstern und einbringen von sonst so unter Coolness versteckten Emotionen, sind Teil dieser Essenz.

Der Beitrag will noch nicht so fliessen wie ich möchte. Zu frisch die Ereignisse, zu benebelt noch mein Kopf , der sich zäh wie Kaugummi heute nach einer schwülen Nacht in diesem jetzt von leichtem Grauschleier überzogenen Sonnenhimmel doch etwas frischer und angenehmer angehen lässt. Die letzten Tage waren zunächst fokussiert, im Shibari Dojo Copenhagen die OSR Techniken zu vertiefen und durch gemeinsames Training den einen oder anderen kleinen Fehler  oder Mangel auszugleichen. Der Tag gestern mit Yukimura_San war dann einem oder einigen anderen Merkmalen gewidmet. Doch davon mehr in einem etwas längeren Bericht nur zum Dojo .

 

Die Zeit in diesem Dojo war nicht nur Zeit um mich, auf jene vielleicht seltenen Momente mit Yukimura_San, konzentrieren zu können. Dieses Dojo in seiner Art und Bauweise spiegelt viel von meiner eigenen Idee, ein Dojo aufzubauen und der Schule eines selbst erwählten aber stets systembedachten Stils nachzugehen.

Aber auch hier folgt mehr , wenn die Zeit und Gedanken gereift sind. Es ist viel in Bewegung , freuen wir uns auf die kommenden Monate.

in Gedanken , auch an Sensei Oasada_San

Mino

6 thoughts on “Copenhagen Shibari Dojo Part 2 – the Day after

  1. Mir ging es wie Dir!
    Auch ich hatte die Ehre, bei dem WS teilnehmen zu können und ich war schon sehr beeindruckt was dieser Mann an Gefühlen über das Seil rüber bringt.
    Ich brauch noch ein wenig, um das Gelernte zu verdauen und zu verinnerlichen.

    • Lieber Vinciens

      Mir geht es genauso. So viele Eindrücke die nachhallen und noch umgesetzt und vertieft werden wollen

      Aber ich freue mich, wenn wir dies in baldigem Zusammensein fachsimpeln können ;)

      Lg Mino

  2. so meine lieben – ein monat is ja bereits vergangen seit wir dem meister lauschen durften. geht’s euch immer noch so das es schwierig ist die eindrücke zu ordnen?
    mir jedenfalls fällts immer noch schwer – vor allem, da ich anscheinend sehr viel davon vergessen habe (bzw. als didi letztens im vienna dojo davon erzählt hat kam wieder einiges zurück ans licht – da sieht mans mal wieder wie wichtig der gegenseitige austausch ist).

    eines is aber gewiss, es war eine sehr schöne zeit und ich hoffe man sieht sich mal wieder!

    lg,
    macleinn

    • Hallo mcLeinn / R

      schön von Dir zu lesen.. Ja auch mir geht es noch immer so. Aber Du siehst wie wichtig der Austausch eben sein kann und man dadurch die vielen persönlichen Differenzen die entstanden sind, die vielschihtigkeit dessen was ein jeder berührt hat, durch Gespräche und Fesseleien, hervor holen und gleichzeitig festsetzen kann.

      Freu mich DICH / euch wieder zu sehen

      lG Mino

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