Guten morgen Tokyo..  denk ich und steh dann mal auf. Gerädert vom hin und her wälzen auf wenigen, dünnen sagen wir Matratzenzusatzbezügen, kraxel ich auf allen vieren aus der Schlafkoje. Tageslicht seh ich noch keines, dazu muss ich erst mal raus aus der Loge und dem Gang entlang zum Klo. Ihr kennt das Gefühl, wenn es bereits gegen das Mittagessen zu geht und eine in der City spürbar erhöhte Hektik und Umtriebigkeit stattfindet.

Genau dieses Gefühl lässt mich umgehend aufs Handy schauen und ich staune nicht schlecht. 14 Uhr ! Ouha.

Nun aber los.. schnell die Sachen gepackt, raus in die City, rüber ins Sento.  Da Steve in seinem Dojo / Seiner Firma lediglich ein kleines Spülbecken mit chloriertem Kaltwasseranschluss besitzt, darf sich der Shibari_deshi dezent in seiner Achtsamkeit und devotion üben, und täglich das öffentliche Heisswasserbad mit Saunaähnlicher Funktion besuchen. Was anfangs noch ungewohnt und nach Aufwand schreit, kann bald zu einer schönen Tagesabwechslung werden. Ich freue mich eigentlich jedesmal wenn ich die kleinen Gassen hindurchschlendere, vorbei an muffig riechenden Bars, kneipenähnlichen Lokalen und vielen kleinen Gassen die in Hinterhöfe münden, die mich an alte KungFuFilme erinnern. Ihr wisst schon, die mit den Ha-hu_krach-brech Windhauch Sound, selbst wenns mal grad keinen Schlag auszuführen gab. ;)

 

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Selbst in Hinterhöfen  ist es sauber.. als wäre eben grade gewischt oder gefegt worden oder der Strassenputzwagen vorbeigedüst.

Im Sento angekommen, lass ich mich dann in das sehr heisse Wasser hinab und geniesse die entspannende Wirkung des Bades.

Danach setzt man sich an eine der der in der Wand eigelassenen Brause auf einen der Plastikhockerchen und seift sich mehrmals kräftig ein. Anschliessend rasiert der gepflegte Mann sich an allen Orten , so denn man über Haare im Gesicht oder so verfügt. Frisch duftend und entspannt verlasse ich dann das Sento wieder nur um sogleich am Piago_laden einen der feinen Reiskuchen zu ergattern und genüsslich diese Köstlichkeit als erste Mahlzeit des Tages mit bereits grummelndem Bauch zu verspeisen. Aber irgendwie kündigt sich etwas an, das ich wohl wie jeden Urlaub erwarte. Aber erst mal zum Training, es sind ja nur noch knappe 30 Minuten und die sehr höfliche und sich stets über das Training freuende Nanako_san wartet schon.

Das Training gestaltet sich heute eher etwas schwierig, nicht weil Nanako bereits erste Stunden mit Mike aus den Staaten hinter sich hat, vielmehr weil ich merke das sich rasant eine Erkältung zu mir gesellen mag. Also schnell die Trainingseinheiten vorantreiben. Und siehe da.. nach 22 Uhr schwitze ich bereits wie  zuvor in der Sauna. Dennoch gehen wir noch spätabends noch zum Inder und ziehen und ein scharfes Curry rein. Lecker sag ich euch.

Danach muss ich aber wirklich zu Bett. Kaum läuft Youtube und ein Film , schnarchts auch schon ;)

Das Gute daran ist, ich schlafe bis weit in den anderen Tag hinein, weil ich eh kein Training sondern einen Shoppingtag gestalten wollte. Diese fällt aufgrund der Schlappheit und des wohl noch immer etwas gestressten Kreislaufs heute aus. So will ich Samstags oder Sonntags in die Stadt rein, respektive in den Park mit dem Schrein, ein paar Fotos machen.

Jetzt wird eher Zeit, wieder aufzustehen und mal nach nem leckeren Kaffee und Geld zu kucken. Denn dieses ist nicht so einfach verfügbar. Kreditkarte etc funzen nur bedingt.

Also.. raus und in den Dschungel der Millionenstadt.. und STAUNEN ist angesagt..

bis später wieder..

MINO

Ja ma te !

2 thoughts on “Tokyo Day 3

  1. Erst waschen – dann Bad – oh Mann, hast Du Deinen Japanführer nicht richtig gelesen – ich bin echt entsetzt – erzähl das bloß nicht Steve!

    • Ich geh stets zuerst unter die Dusche, dann ins heisse Bad, dann seif ich mich 3 Mal komplett an der SitzDusche ein , geh danach duschen, anschliessend ins Duftbad und dann nochmals abduschen.. das sollte ja wohl reichen oder ?

      :P

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